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Kommentar zur Erklärung des Zentralkommittees der Deutschen Katholiken "Um der Menschen willen! - Plädoyer für eine lebensnahe Ökumene" |
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Da ich auch Kopie des Schreibens bekommen habe, erlaube ich mir, gegen diesen Vorschlag heftig zu protestieren. In dem Papier steht vieles, was auch von allen Ökumenikern gesagt wird und deswegen nicht extra verbreitet werden muss. 1.1. letzter Satz: es hat sich ungeheuer viel verändert und zwar zum Positiven. Nur nehmen wir es in Deutschland nur zum Teil wahr, z.B. die Bemerkung von Papst Johannes Paul II., es sei eine Freude für den katholischen Priester, einem nicht-katholischen Christen die hl. Kommunion zu reichen. Kardinal Kasper forderte beim Katholikentag in Ulm alle Priester auf, diesen Hinweisen zu folgen. 1.2. wieso wird mit großer Sorge wahrgenommen, was Christen tun? das ist doch ermutigend, was da in 1.2. beschrieben wird. Da scheint das ZdK konservativer (im negativen Sinne) als die als konservativ verschrieenen Bischöfe, z.B. Bischof Gerhard Ludwig Müller mit seiner differenzierten Erklärung zum selbstverständlichen Kommunion-Empfang von recht disponierten Partnern in konfessionsverbindende Ehen. 2.1. wo sind die Blockaden der letzten Jahrzehnte? seit 1976 gilt z.B. im lutherisch-katholischen Dialog "die theologischen Unterschiede rechtfertigen eine Kirchentrennung nicht" - in Deutschland glaubt das offenbar nicht einmal das ZdK 3.1. in unzähligen Gemeinden werden diese ökumenischen Gottesdienste ungebunden an eine Uhrzeit des Sonntagmorgen gefeiert. Offenbar hält das ZdK das für unerlaubt, weil nicht ausdrücklich allgemein erlaubt. Bischof Norbert Trelle hat in seinem Fastenhirtenbrief gemahnt, nicht allgemeine Regelungen zu erwarten sondern verantwortungsvoll vor Ort zu handeln. 3.2. trostlos die letzten Sätze. Es braucht nur für Deutsche, offenbar auch für das ZdK neue Regelungen, neue Dogmen - anstatt dass das ZdK ermutigt, dem Gewissen zu folgen (für die Verpflichtung, dem Gewissen zu folgen, gibt es eine starke rechtlich verbindliche Regelung, nämlich im Kirchenrecht!!!) 3.4. wirklich blind die Bemerkung zu Luther. Die Bewertung z.B. Luthers ist im Moment in katholischen Kreisen positiver als in lutherischen Bewertungen (die erst später in katholischen Kreisen bekannt werden) Klaus Wyrwoll |